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La programmation : chaînon manquant de l’urbanisme de projet ?

1er décembre 2009,

in Collage, revue de la Fédération Suisse des Urbanistes, n°6 / décembre 2009,
pp. 7-9.

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Depuis les années 80, la programmation architecturale constitue
en France une activité bien identifiée. La situation s’avère
en revanche plus complexe dans le domaine de l’urbanisme.
Après s’être affirmée de façon spécifique dans les années 60,
la fonction de programmation urbaine a perdu en visibilité
et s’est trouvée déconsidérée au cours des deux décennies
suivantes. Or depuis le milieu des années 2000, on assiste à
un regain d’intérêt pour cette activité comme démarche stratégique.

Zusammenfassung

Der programmatische
Ansatz : Das fehlende Glied in
der projektbasierten Stadtplanung ?

In Frankreich hat sich die programmatische Planung Ende der 50er
Jahre von der räumlichen Konzeption losgelöst und verselbständigt.
In der Folge beruhte die städtebauliche Programmierung auf
normativen Systemen für einzelne Teilbereiche, wodurch jedoch
ein Weiterbestehen territorialer Ungleichgewichte nicht verhindert
werden konnte. Aus diesem Grund war sie in den 60er Jahren
denn auch Gegenstand verschiedener Experimente grosser halböffentlicher
und privater Studienbüros. Als Ende der 60er, Anfang
der 70er Jahre die sogenannten Villes Nouvelles entstanden, die
mit grossen ökonomischen und sozialen Herausforderungen, aber
auch mit architektonischen und städtebaulichen Innovationen
verbunden waren, standen programmatische Überlegungen einmal
mehr im Vordergrund. In den 80er und 90er Jahren hingegen
verschwand die Programmierung als globaler strategischer
Ansatz wieder und wurde durch eine Vielzahl verschiedener Vorplanungen
ersetzt oder auf die Erarbeitung von Pflichtenheften
reduziert, mit denen insbesondere das finanzielle Gleichgewicht
eines Projekts gewährleistet werden sollte. Oft wurde auch das
städtebauliche Programm den Architekten und Stadtplanern
überlassen, mit dem Ziel, eine bessere Abstimmung zwischen programmatischen
und konzeptionellen Überlegungen zu erreichen.
Dies führte aber dazu, dass die eigentlichen Verantwortungsträger
einen Teil ihrer Verantwortung auf renommierte Architekten
abschoben, von denen erwartet wurde, dass sie brachliegende
Gelände durch imageträchtige Eingriffe attraktiv gestalten oder
zuweilen unkoordinierten Interventionen Kohärenz verleihen könnten.
In der Vergangenheit hat sich jedoch gezeigt, wie wichtig die
politische Steuerung städtebaulicher Projekte ist. Das Interesse
an öffentlich-privaten Partnerschaften und an der nachhaltigen
Entwicklung sowie das Bedürfnis nach partizipativen Vorgehensweisen
sprechen für einen programmatischen Ansatz, der sämtliche
Etappen eines Projekts umfasst und alle betroffenen sozialen,
ökonomischen, umweltrelevanten und demokratischen Anliegen in
den Prozess miteinbezieht.

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